Gute Themen mit Kunst erschließen

SAMMLUNG: Wer Kunst machen möch­te, der braucht nicht nur ein Medi­um, er braucht vor allem ein The­ma. Und wenn die schnö­de Welt mit ihrer abscheu­li­chen Wirk­lich­keit das ist, wovor es zu flie­hen gilt, braucht es The­men aus denen eine schö­ne neue gute und gerech­te Welt erwach­sen kann…

Trapper und digitale Fährtensucher

  NEWSLETTER: Wenn wir mal wie­der Lust haben ein ech­tes Kunst­werk zu machen, gehen wir zuerst in uns, üben die Klau­sur um uns zu den krea­ti­ven Schich­ten in den Per­sön­lich­keits­ebe­nen zu bege­ben. Jeder macht das anders, hier die belieb­tes­ten Methoden: 

Echt erfrischend

  REISE: Die höl­zer­ne Umklei­de ent­puppt sich als Zeit­ma­schi­ne in die 60er Jah­re, mit Emai­­le-Wer­­be­­ta­­feln von Deli­al. Ich sprin­ge nach kur­zem Zögern in die Pre­sche, aber nur vor­sich­tig in den viel zu kal­ten See. Ida und Mil­li fol­gen, jetzt auch zur Erbau­ung der ande­ren Besu­cher des Naturbades. 

Der schöden Welt enthoben

  REISE: Nach einem kräf­te­rau­ben­den Auf­stieg um den soge­nann­ten Trich­ter der Gip­fel­re­gi­on, ent­schlie­ßen wir uns nach kämp­fe­ri­schen 45 Minu­ten zur Umkehr. ”Je höher, des­to glat­ter.“ So Mil­lis Kom­men­tar und wir bege­ben uns lang­sam und vor­sich­tig berg­ab stei­gend im Gip­fel­re­stau­rant zu Tisch. 

Isargrün

  REISE: Zu allem Über­fluss spricht mich dann die Ver­käu­fe­rin noch als Vater mei­ner Frau an. Ich bin getrof­fen, denn ich bin sicher, das es kein Kom­pli­ment für Ida sein sollte. 

Der Bildhauer Bisby Saludas

  ATELIERBESUCH: Auf die Fra­ge, wie es den mög­lich sei in hän­di­scher Bear­bei­tung eine der­ar­ti­ge Per­fek­ti­on zu errei­chen ant­wor­tet Bis­by: „Ich mache was ich kann, – ich sehe und füh­le das.“ 

In die Hände klatschen

  REISE: Noch am spä­ten Abend fährt er in das der Son­ne zuge­neig­te Are­al, zwi­schen Wal­ber­la und dem Roden­stein, um ein Gefühl für die Land­schaft zu bekom­men. Auch César Man­ri­que hat­te Uto­pien, – gut das sei­ne fami­liä­ren Bezie­hun­gen zur poli­ti­schen Klas­se Lan­za­ro­tes die Rea­li­sie­rung sei­ner Ideen ermöglichten. 

Ausgenudelt

  TAGEBUCH:  »Das Alte ist schon echt aus­ge­nu­delt« sagt mei­ne Toch­ter bei­läu­fig. »Hm, bei Whats App? Das ist doch schön«, denk ich mir kopf­schüt­telnd. Das mit den oran­gen Bril­len­bü­geln vor grü­nen Gartenhintergrund? 

Angedichtet

  KOLUMNE: Ger­ne dich­te ich von Rei­sen mit­ge­brach­ten Stei­nen etwas an. Schö­ne Stei­ne, die so aus­se­hen als wären sie von Brân­cuși oder Moo­re erson­nen. Fluss­stei­ne aus Rhein, Regen und Isar kön­nen für Her­kunft und für Ver­gäng­lich­keit stehen.