Studien: Ästhetik und Kunstphilosophie

»work in progress«

Lehr­ver­an­stal­tung der Uni­ver­si­tät Bamberg 

WSS 20/21
Ästhe­tik und Kunstphilosophie
Dozent: Dr. Wolf­ram Bergande

Lite­ra­tur­lis­te

• Gor­gi­as, Lob Hele­nas (Sophist, Skep­ti­ker, Retho­rik Coach)

• Aris­to­te­les, Poe­tik (Dra­men­theo­rie)

Was ver­wert­bar erscheint, sind eini­ge Kri­te­ri­en die ein Kunst­werk erfül­len soll: Ein­heit in der Viel­heitFass­lich­keit (gemeint ist wohl die Grö­ße eines Wer­kes auch im abs­trak­ten Sinn: Schö­ne Din­ge sind weder beson­ders groß, noch beson­ders klein)Orga­ni­zi­tät (wech­sel­sei­ti­ger Zweck­zu­sam­men­hang)Not­wen­dig­keit (was weg­fal­len kann, muss wegfallen)

Zitat Berg­an­de; Wit­zig und wahr: »In der Male­rei geht es nicht um Far­be, son­dern um den Pott.« 

Even­tu­ell zitier­bar: »Die Schön­heit muß in der Form lie­gen, nicht im Inhalt.« Der schö­ne Inhalt ist dann eben der Kitsch.

Stark zuge­spitzt: »Form und Inhalt sind eins.«

von Aris­to­te­les; aka­de­misch for­ma­le Behaup­tung: »Die Dich­tung sei maß­ge­bend für alle wei­te­ren Künste.«

Kom­men­tar zur Lek­tü­re: Sehr  sper­rig, kaum zeit­ge­mä­ße Bezü­ge, gen­rea­lis­tisch, vor 2400 Jah­ren ver­fasst. Ein Bild von einer instru­men­ta­li­sier­ten Kunst zur Macht­aus­übung wird gezeich­net, die als kon­trol­lier­ba­res und vor­de­fi­nier­tes Werk­zeug der Poli­tik dient. Lei­der immer noch salon­fä­hi­ge Ansich­ten die Kunst zu instru­men­ta­li­sie­ren. Lek­tü­re muß nicht in den Lehr­in­hal­ten bleiben.


• Sopho­kles; Anti­go­ne (Reclam­heft, Hör­buch und You­Tube mit Play­mo­bil­fi­gu­ren)

Kom­men­tar: Was für ein Drama.


• Hume; Of the stan­dard of tas­te, 1757

wei­te­re Textquellen … 

• Zeit­strahl der Philosophiegeschichte

• Phi­lo­so­phi­sche Ästhetik

• Por­tal Bil­den­de Kunst

• Digi­ta­le Kunst

• Ador­no, Ästhe­ti­sche Theorie

• Mar­shal McLuhan

• Max Imdahl, Bild­au­to­no­mie und Wirklichkeit

• Ste­fan Majet­schak, Ästhe­tik zur Einführung

• Arthur C. Danto

 

Pri­mär Tex­te – Auszüge 

Über das geis­ti­ge in der Kunst, 1911, Was­si­ly Kandinsky

Text­aus­zug:

Die inne­re Not­wen­dig­keit  ent­steht aus drei mys­ti­schen Grün­den. Sie wird von drei mys­ti­schen  Not­wen­dig­kei­ten  gebildet:

1.  hat jeder Künst­ler, als Schöp­fer, das ihm Eige­ne zum Aus­druck zu brin­gen (Ele­ment der Persönlichkeit),

2. hat  jeder Künst­ler,  als Kind  sei­ner  Epo­che,  das  die­ser  Epo­che Eige­ne zum Aus­druck zu brin­gen (Ele­ment des Sti­les im inne­ren  Wer­te, zusam­men­ge­setzt aus  der  Spra­che  der Epo­che  und der  Spra­che der Nati­on, solan­ge die Nati­on  als sol­che exis­tie­ren wird),

3.  hat  jeder Künst­ler, als Die­ner der Kunst, das der Kunst im allge­ mei­nen  Eige­ne zu brin­gen (Ele­ment des Rein- und Ewig- Künst­le­ri­schen, wel­ches durch  alle Men­schen,  Völ­ker und  Zei­ten  geht,  im Kunst­wer­ke jedes Künst­lers,  jeder  Nati­on  und  jeder Epo­che  zu  sehen  ist  und  als Haupt­ele­ment der Kunst kei­nen Raum und  kei­ne Zeit kennt).

 

DOSSIER

Arbeits­ma­te­ria­li­en für das Stu­di­um der Ästhe­tik und Kunstphilosophie.