Studien: Ästhetik und Kunstphilosophie

»work in progress«

 

• Zeit­strahl der Philosophiegeschichte

• Phi­lo­so­phi­sche Ästhetik

• Por­tal Bil­den­de Kunst

• Digi­ta­le Kunst

• Ador­no, Ästhe­ti­sche Theorie

Bereits im ein­lei­ten­den Abschnitt der Ästhe­ti­schen Theo­rie spricht Ador­no vom „Dop­pel­cha­rak­ter der Kunst als auto­nom und als fait social“ (GS 7: 16). Der von Émi­le Durk­heim über­nom­me­ne Begriff des fait social bezeich­net einen gesell­schaft­lich erzeug­ten Tat­be­stand. Kunst­wer­ke sind in die herr­schen­den Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nis­se ein­ge­bun­den und als Pro­duk­te gesell­schaft­li­cher Arbeit (GS 7: 337) auch ver­käuf­li­che Waren. Ihre Auto­no­mie ist eine sozi­al deter­mi­nier­te (GS 7: 313); sie wur­de „müh­sam der Gesell­schaft abge­zwun­gen“ (GS 7: 353). Auto­no­mie ver­kör­pe­re das Kunst­werk dar­in, dass es allein sei­nem eige­nen Form­ge­setz gehor­che. Aus ihrer Auto­no­mie fol­ge, dass Kunst­wer­ke funk­ti­ons­los sind: „Soweit von Kunst­wer­ken eine gesell­schaft­li­che Funk­ti­on sich prä­di­zie­ren lässt, ist es ihre Funk­ti­ons­lo­sig­keit“ (GS 7: 337). In ihrer unver­söhn­li­chen Gegen­po­si­ti­on zur Gesell­schaft behaup­tet die Kunst ihre Auto­no­mie: „Indem sie sich als Eige­nes in sich kris­tal­li­siert, statt bestehen­den gesell­schaft­li­chen Nor­men zu will­fah­ren und als ‚gesell­schaft­lich nütz­lich‘ sich zu qua­li­fi­zie­ren, kri­ti­siert sie die Gesell­schaft, durch ihr blo­ßes Dasein“ (GS 7: 337).

Als Uto­pie reprä­sen­tie­re Kunst das schwarz ver­häng­te „noch nicht Sei­en­de“, die „ima­gi­nä­re Wie­der­gut­ma­chung der Kata­stro­phe Welt­ge­schich­te“ (GS 7: 204). Ador­nos Satz – „In jedem genui­nen Kunst­werk erscheint etwas, was es nicht gibt“ (GS 7: 127) – ver­weist auf ein Glücks­ver­spre­chen (Stend­hals pro­mes­se du bon­heur), das als „Total­ne­ga­ti­on der gege­be­nen Wirk­lich­keit“ gele­sen wer­den kann. Glück gibt es nur „als Erschei­nung, die escha­to­lo­gisch­der Erfül­lung harrt“.[208]

• Ador­no, Resümé Kulturindustrie

Der Gesamt­ef­fekt der Kul­tur­in­dus­trie ist der einer Anti-Auf­klä­rung; in ihr wird, wie Hork­hei­mer und ich es nann­ten, Auf­klä­rung, näm­lich die fort­schrei­ten­de tech­ni­sche Natur­be­herr­schung, zum Mas­sen­be­trug, zum Mit­tel der Fes­se­lung des Bewußt­seins. Sie ver­hin­dert die Bil­dung auto­no­mer, selb­stän­di­ger, bewußt urtei­len­der und sich ent­schei­den­der Indi­vi­du­en. Die aber wären die Vor­aus­set­zung einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft, die nur in Mün­di­gen sich erhal­ten und ent­fal­ten kann. Wer­den die Mas­sen, zu Unrecht, von oben her Mas­sen geschmäht, so ist es nicht zum letz­ten die Kul­tur­in­dus­trie, die sie zu den Mas­sen macht, die sie dann ver­ach­tet, und sie an der Eman­zi­pa­ti­on ver­hin­dert, zu der die Men­schen selbst so reif wären, wie die pro­duk­ti­ven Kräf­te des Zeit­al­ters sie erlaubten.

• Mar­shal McLuhan

• Max Imdahl, Bild­au­to­no­mie und Wirklichkeit

• Ste­fan Majet­schak, Ästhe­tik zur Einführung

• Arthur C. Danto

• Joseph Kosuth

AISTHESIS, Tex­te zur Ästhe­tik, Phi­lo­so­phie und Kunst­kri­tik sowie ver­misch­te Bemerkungen

KWERFELDEIN, The­men der Fotografie

ARTENDA, data­ba­se for oppor­tu­nities in art

ATELIER VERLAG, Zeit­schrift für Kunstschaffende

POSTMONDÄN, digi­ta­les Magazin

PATTI SMITH, Pat­tis Istaaccount

ROLF FAMULLA, Kunst neu Denken

PERLENTAUCHER, Kul­tur­ma­ga­zin mit Presseschau

DOSSIER

Arbeits­ma­te­ria­li­en für das Stu­di­um der Ästhe­tik und Kunstphilosophie.