Werk­statt­re­zep­te

Werk­statt | REZEPTE & METHODEN

Dau­er­haf­te Gela­ti­ne
Anwen­dung für Umdruck­ver­fah­ren wie Mono­ty­pien

Ansatz 500 ml

50 g Gela­ti­ne in
250 ml Was­ser vor­quel­len, dann
125 g Gly­ze­rin und
125 g Iso­pro­pa­nol

dazu­ge­ben und lang­sam erwär­men,
dann durch Sieb flä­chig ver­gie­ßen. Wie­der ein­schmelz­bar.

Dau­er­haf­te Gela­ti­ne
Anwen­dung für Güs­se als Posi­tiv,
auch als Ersatz für Hasen­haut­leim oder Sili­kon als Nega­tiv

Ansatz 500 ml

100 g Gela­ti­ne in
250 ml Was­ser vor­quel­len, dann
125 g Gly­ze­rin und
125 g Iso­pro­pa­nol

dazu­ge­ben und lang­sam erwär­men,
dann durch Sieg in Guss­form ver­gie­ßen. Wie­der ein­schmelz­bar.

Ein Guss 25 x 25 x 120 cm ist nach der Aus­küh­lung form­sta­bil,
ver­formt sich etwas unter dem Eigen­ge­wicht und wackelt anhal­tend
bei Impuls. Die Gela­ti­ne ist trans­pa­rent, es kön­nen Pig­men­te oder
fär­ben­de Stof­fe bei­gege­ben wer­den. Trans­lucen­te Effek­te.

Grund­re­zept Cya­no­ty­pie
Anwen­dung für Büt­ten­pa­pie­re

Ansatz 100 ml

25 g Ammo­ni­um­ei­sen III Citrat, grün
100 g destil­lier­tes Was­ser
1 g Gela­ti­ne

25 g Kali­um­he­xa­cya­nofer­rat III
100 g destil­lier­tes Was­ser
1 g Gela­ti­ne

 

Ansatz 30 ml

7,5 g Ammo­ni­um­ei­sen III Citrat, grün
30 g destil­lier­tes Was­ser (Ansatz 1 g Gelatine/100 ml)

4,8 g Kali­um­he­xa­cya­nofer­rat III
30 g destil­lier­tes Was­ser (Ansatz 1 g Gelatine/100 ml)

Erst nach mischen im Ver­hält­nis 1: 1 wird der Ansatz licht­emp­find­lich. Ansatz schnell ver­brau­chen.

Nach der Ent­wick­lung in Was­ser in 0,3% Was­ser­stoff­per­oxid zur Ver­bes­se­rung der Kon­tras­te oxi­die­ren.
Tönung mit Kaf­fee — schwarz, Tee — Braun­tö­ne und Tan­nin — Auber­gi­ne­tö­ne
Blei­chen mit Soda oder Natri­um­kar­bo­nat

Stets fri­sche Ansät­ze ver­wen­den, nicht mit zusam­men­ge­misch­ten Res­ten vom Vor­tag beschich­ten oder tönen.

Rezept Cya­no­ty­pie
Anwen­dung für Glas­plat­te

Ansatz 100 ml

25 g Ammo­ni­um­ei­sen III Citrat, grün
100 g destil­lier­tes Was­ser

25 g Kali­um­he­xa­cya­nofer­rat III
100 g destil­lier­tes Was­ser

mischen mit 100 ml destil­lier­ten Was­ser das mit 10 g Gela­ti­ne ange­setzt ist
und auf ca. 50 Cel­si­us erwär­men,
dann auf Glas­plat­te ver­gie­ßen und über Eck abtrop­fen las­sen.

Gut trock­nen und belich­ten.
Ent­wick­lung:

Belich­te­te Plat­te kurz fros­ten
max. 10 Sek Initi­al­ent­wick­lung in sehr kal­tem Was­ser
Trock­nen
max. 30 Klä­rungs­ent­wick­lung
Trock­nung
0,3% Was­ser­stoff­per­oxid här­ten

Trenn­schicht
Anwen­dung im For­men­bau

Wachs und Oel 1:1 zusam­men­schmel­zen,
nach Bedarf modi­fi­zie­ren.
Sau­gen­de Unter­grün­de mit Schel­lack vor­be­han­deln.

Kalk­glät­te
Anwen­dung Ober­flä­chen­ge­stal­tung für mine­ra­li­sche Grün­de

Trä­ger Gips oder Ytong

zwei dün­ne Schich­ten Kalk­putz (1:1:1, Mar­mor­korn, gel. Kalk und Weiss­ze­ment)
auch Tade­l­akt

Dann zwei Tage feucht abbin­den las­sen, dann Kalk­glät­te auf­spach­teln
Kalk und Pig­men­te gemischt, oder Pig­ment als wäss­ri­ge Lösung in die
fri­sche Kalk­glät­te gemalt.

Dann Sei­fe auf­tra­gen und kurz abtrock­nen las­sen,
dann glatt spach­teln.

Finish mit Wachs oder Oel.

Tem­pe­ra
Anwen­dung als Bin­de­mit­tel zum malen

1 Teil Ei
1 Teil Leino­el
1 Teil Was­ser

Kann als Impre­men­tur wäss­rig ver­ar­bei­tet wer­den
und dann als Oel­tem­pe­ra mit Lein­öl und Ter­pen­tin ver­malt wer­den.

Im Finish auch mit Ter­pen­tin und Dam­ma­r­harz misch­bar.

Buch­bin­der­leim
Anwen­dung zu ver­lei­men von Papier und Kar­ton

1 Teil Kleis­ter
1 Teil Weiß­leim

Schel­lack
Anwen­dung polier­te Ober­flä­che für Holz

Schel­lack mit Spi­ri­tus bede­cken und auf­lö­sen.
Dann wei­ter stark mit Spi­ri­tus für Schel­lack­po­li­tur ver­dün­nen.
Auf­trag mit Tam­pon in krei­sen­den Bewe­gun­gen.

15 bis 20 mal wie­der­ho­len. Finish mit Oel oder Wachs.

 

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