DIE ABENTEUER DER STILLE

Wirk­lich­keit und Bild­au­to­no­mie

… für wei­te­re Auf­nah­men Gale­rie öffnen

 

Wenn zwei Bil­der zuein­an­der kom­men, ent­steht ein Drittes.

Aus­gangs­punkt ist die Idee, dass durch die Mehr­fach­be­lich­tung eines Nega­tivs Über­la­ge­run­gen ent­ste­hen, aus denen sich neue, vom ursprüng­li­chen Motiv gelös­te Deu­tungs­ebe­nen ent­wi­ckeln kön­nen. Im Span­nungs­feld zwi­schen Abbild und auto­no­mer Form kom­men kal­ku­lier­ter Zufall und spe­zi­fi­sche Stö­run­gen als glaub­wür­di­ge Spu­ren eines offe­nen viel­schich­ti­gen Pro­zes­ses genau so zum tra­gen, wie Inten­ti­on und das for­ma­le Konzept.

Das eigent­li­che Fas­zi­no­sum liegt im Licht, das durch die Kame­ra zum Bild wird; die Trans­for­ma­ti­on einer mehr­di­men­sio­na­len Rea­li­tät in eine zwei­di­men­sio­na­le Flä­che, in der letzt­lich nur Grau­wer­te kon­kret vor­han­den sind. Die­se Reduk­ti­on ist kom­plex. Dem rein sicht­ba­ren Abbild der Welt kann ich als Kunst­schaf­fen­der wenig abge­win­nen. Viel­mehr eröff­net erst der Blick durch das Medi­um das Ver­stän­dis für eine Wirk­lich­keit – jen­seits der visu­el­len Erscheinung.