Ich werde keinen Text darüber schreiben, das Kunst nicht funktionieren kann wie Journalismus, nicht wie Futter für die Timelines aussehen darf. Das sie nicht schön gerechnet oder gelogen sein darf. Mit dem philanthropen Bild der Welt ist offensichtlich kein Vorteil zu gewinnen: Nur Phantasmen und Superlative, Gewalt, das Obszöne, das Spektakel, der Abgrund. Die technologische Evolution der Medien hat damit wenig zu tun; was bleibt ist der Mensch und sein Blick auf sich in seiner Welt und worauf noch reagiert wird: Zerfetzte Leiber, ausradierte Landschaften, palliative Herrscher-Romantik, globale Vernichtungsphantasien, kopulierendes Großwild, primitive On-Off Gebärden, gebügelte Anzüge, – Schaum vor allen Mündern. Kunst war nie schwieriger als heute. Darüber werde ich nicht schreiben, denn ich bin mir sicher, das Auskotzen keine Vorstufe des Guten in der Welt ist, eher schon Teil des Problems.
2026

NEUE ARBEITEN 2026
analoge Fotografie
DIE ABENTEUER DER STILLE
SELBSTPORTRAIT/STRASSENSZENE, analoge Photografie digitalisiert vom Negativ, 1600 x 1310 px, Aufnahme mit Zorki 3c
