Medien, Medien und keine Message

Bei Kunst­schaf­fen­den ist es üblich, gera­de zu uner­läss­lich dem eige­nen Mar­ken­zei­chen zu fol­gen, sich einem Medi­um auf eine bestimm­te Art und Wei­se zu bedie­nen, es fest­zu­le­gen, es mit der stets glei­chen und immer in Wie­der­ho­lung befind­li­chen Erschei­nung zu halten.

Um dem immer Glei­chen zu trot­zen, ist es eben­so gebräuch­lich immer­glei­che tages­ak­tu­el­le Mes­sa­ges zu set­zen. Das ist der Main­stream, beson­ders in den sozia­len Medi­en, ein Raum der ohne grif­fi­ge Head­lines und Prä­gnan­tes nur schlecht funk­tio­niert. Eine ande­re Mög­lich­keit, – die mir eher geneh­me, ist mit einem Bün­del von Medi­en im Tur­nus zu arbei­ten und so eine Meta­ebe­ne für die Kunst­ar­beit zu eta­blie­ren, die bei ihrer Gestalt­wer­dung weni­ger stark vom media­len Nim­bus umkränzt wird.

Sowie für die Musik der Klang das The­ma ist, ist es in der bil­den­den Kunst die pro­zes­sua­le Form­ge­bung. Es geht hier um das Her­vor­brin­gen jener Gestalt, die als Trä­ger der ästhe­ti­schen Wir­kung das ein­zig ver­füg­ba­re Mit­tel dar­stellt. In all jenen Medi­en liegt es ver­bor­gen. Die Aus­sa­ge, wenn es denn eine geben soll­te, lau­tet: Hand­le durch Unter­las­sen, grei­fe ein mit Medi­ta­ti­on, steue­re Pro­zes­se durch Geschen­las­sen, las­se intel­li­gen­te Impul­se zu, ver­wei­le in revo­lu­tio­nä­rer Ruhe.

Und wenn es dann getan und los­ge­las­sen wur­de, ist es gut wenn ein Ton klin­gen, eine Far­be strah­len oder eine Form für sich sein kann.