DIE ABENTEUER DER STILLE
Wirklichkeit und Bildautonomie
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Wenn zwei Bilder zueinander kommen, entsteht ein Drittes.
Ausgangspunkt ist die Idee, dass durch die Mehrfachbelichtung eines Negativs Überlagerungen entstehen, aus denen sich neue, vom ursprünglichen Motiv gelöste Deutungsebenen entwickeln können. Im Spannungsfeld zwischen Abbild und autonomer Form kommen kalkulierter Zufall und spezifische Störungen als glaubwürdige Spuren eines offenen vielschichtigen Prozesses genau so zum tragen, wie Intention und das formale Konzept.
Das eigentliche Faszinosum liegt im Licht, das durch die Kamera zum Bild wird; die Transformation einer mehrdimensionalen Realität in eine zweidimensionale Fläche, in der letztlich nur Grauwerte konkret vorhanden sind. Diese Reduktion ist komplex. Dem rein sichtbaren Abbild der Welt kann ich als Kunstschaffender wenig abgewinnen. Vielmehr eröffnet erst der Blick durch das Medium das Verständis für eine Wirklichkeit – jenseits der visuellen Erscheinung.






